Dynamischer Stromtarif
Kurzdefinition
Bei einem dynamischen Stromtarif richtet sich der Arbeitspreis nach den aktuellen Großhandelspreisen und kann sich stündlich oder viertelstündlich ändern.
Erklärung
Dynamische Stromtarife geben die Preisschwankungen an der Strombörse an die Kundschaft weiter. Ist viel Wind- und Solarstrom im Netz und die Nachfrage gering, sinken die Preise. In Zeiten hoher Nachfrage und knappen Angebots steigen sie. Nach § 41a EnWG müssen Stromlieferanten seit 2025 einen dynamischen Tarif anbieten.
Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem, das den Verbrauch zeitgenau erfasst. Nur so kann der Verbrauch den jeweiligen Preisen zugeordnet werden. Zusätzlich zum börsenabhängigen Energiepreis fallen weiterhin Netzentgelte, Abgaben, Umlagen und Steuern an, die meist fest sind.
Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem für Haushalte, die ihren Verbrauch flexibel verschieben können, etwa beim Laden eines Elektroautos oder beim Betrieb einer Wärmepumpe. Gleichzeitig tragen Kundinnen und Kunden das Risiko von Preisspitzen. Eine Automatisierung über Apps oder Energiemanagementsysteme erleichtert die Nutzung.
Beispiel
Ein Haushalt lädt sein Elektroauto gezielt in der Nacht oder mittags, wenn der dynamische Tarif besonders niedrige Preise anzeigt.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Strom-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.