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Wärmepumpentarif

Lexikon · Tarif und Preis · Stand: 2026-10-04 · Redaktion

Kurzdefinition

Ein Wärmepumpentarif ist ein spezieller Stromtarif für den Betrieb von Wärmepumpen, meist mit separatem Zähler und reduzierten Netzentgelten.

Erklärung

Wärmepumpen benötigen Strom, um Umweltwärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser auf ein nutzbares Temperaturniveau zu bringen. Weil ihr Strombedarf deutlich über dem eines normalen Haushalts liegt, bieten viele Lieferanten eigene Wärmepumpentarife an. Diese setzen in der Regel einen separat gemessenen Stromkreis voraus.

Ein wesentlicher Vorteil entsteht über die Netzentgelte. Wärmepumpen gelten nach § 14a EnWG als steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf ihre Leistung in Zeiten hoher Netzlast vorübergehend begrenzen, muss aber eine Mindestleistung gewährleisten. Im Gegenzug erhalten Betreiber reduzierte Netzentgelte, für die verschiedene Modelle zur Auswahl stehen.

Ob ein separater Wärmepumpentarif günstiger ist als die Versorgung über den Haushaltszähler, hängt vom Verbrauch, den Netzentgelten vor Ort und den Kosten eines zweiten Zählers ab. Zusätzlich kommen dynamische Tarife in Betracht, wenn ein intelligentes Messsystem vorhanden ist.

Beispiel

Nach dem Einbau einer Luft-Wärmepumpe meldet ein Hausbesitzer das Gerät beim Netzbetreiber als steuerbare Verbrauchseinrichtung an und schließt einen Wärmepumpentarif ab.

Quellen und Stand

Zuletzt geprüft: 2026-10-04

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