Heizstrom
Kurzdefinition
Heizstrom ist Strom, der zum Betrieb elektrischer Heizungen wie Nachtspeicheröfen oder Wärmepumpen genutzt und oft separat gemessen wird.
Erklärung
Als Heizstrom bezeichnet man Strom, der überwiegend zur Raumwärme- oder Warmwassererzeugung eingesetzt wird. Typische Anwendungen sind Nachtspeicherheizungen, Direktheizungen und Wärmepumpen. Da Heizungsanlagen viel Strom benötigen, wird Heizstrom häufig über einen eigenen Zähler oder ein eigenes Zählwerk erfasst.
Für Heizstrom gibt es spezielle Tarife, die sich von Haushaltsstromtarifen unterscheiden. Hintergrund ist unter anderem, dass Netzbetreiber bei steuerbaren Anlagen reduzierte Netzentgelte gewähren können. Im Gegenzug darf der Netzbetreiber den Betrieb unter bestimmten Bedingungen zeitweise steuern. Diese Regeln finden sich heute vor allem in § 14a EnWG.
Der Heizstromverbrauch schwankt stark mit der Witterung. In kalten Wintern steigt er deutlich an. Wer elektrisch heizt, sollte daher Abschläge großzügig planen und Tarife sorgfältig vergleichen, denn das Angebot an Heizstromtarifen ist kleiner als im Haushaltsstrombereich.
Beispiel
Ein Haus mit Nachtspeicheröfen hat neben dem Haushaltsstromzähler einen separaten Zähler für den Heizstrom.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Strom-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.