Zweitarifzähler
Kurzdefinition
Ein Zweitarifzähler erfasst den Stromverbrauch getrennt nach zwei Zeitfenstern, meist Hochtarif am Tag und Niedertarif in der Nacht.
Erklärung
Der Zweitarifzähler besitzt zwei Zählwerke, die je nach Tageszeit umgeschaltet werden. Das Zählwerk für den Hochtarif, kurz HT, läuft in der Regel tagsüber, das Zählwerk für den Niedertarif, kurz NT, in festgelegten Schwachlastzeiten, häufig nachts. Die Umschaltung erfolgt über eine Schaltuhr oder ein Rundsteuersignal des Netzbetreibers.
Zweitarifzähler werden vor allem bei Nachtspeicherheizungen und älteren Wärmepumpenanlagen eingesetzt. Lieferanten bieten dafür Tarife mit unterschiedlichen Arbeitspreisen für beide Zeitfenster an. Die Zeiten werden vom Netzbetreiber festgelegt und können regional unterschiedlich sein.
Mit der Verbreitung intelligenter Messsysteme verlieren klassische Zweitarifzähler an Bedeutung, weil digitale Systeme flexiblere Zeitfenster und dynamische Tarife ermöglichen. Wer einen Zweitarifzähler besitzt, sollte beim Tarifwechsel darauf achten, dass der neue Anbieter einen passenden HT/NT-Tarif anbietet.
Beispiel
Eine Familie mit Nachtspeicherheizung liest bei der Jahresablesung zwei Zählerstände ab, einen für den Hochtarif und einen für den Niedertarif.