Netzbetreiber
Kurzdefinition
Der Netzbetreiber betreibt und unterhält das Stromnetz in einem Gebiet und ist bei Störungen und Netzanschlüssen der richtige Ansprechpartner.
Erklärung
Netzbetreiber sind Unternehmen, die Stromnetze betreiben, warten und ausbauen. Man unterscheidet Übertragungsnetzbetreiber, die das Höchstspannungsnetz für den überregionalen Transport betreiben, und Verteilnetzbetreiber, die den Strom regional bis zu den Haushalten bringen. Für Endkunden ist meist der örtliche Verteilnetzbetreiber relevant.
Netzbetrieb und Stromvertrieb sind rechtlich voneinander getrennt. Der Netzbetreiber muss allen Lieferanten diskriminierungsfrei Zugang zum Netz gewähren. Er erhält dafür Netzentgelte, die reguliert werden. Ein Wechsel des Stromlieferanten ändert deshalb nichts am Netzbetreiber, der vom Wohnort abhängt.
Bei einem Stromausfall ist der Netzbetreiber der richtige Ansprechpartner, nicht der Lieferant. Auch Netzanschlüsse, die Anmeldung von Photovoltaikanlagen oder Wallboxen sowie die Vergabe der Marktlokations-ID laufen über ihn. Welcher Netzbetreiber zuständig ist, steht häufig auf der Stromrechnung.
Beispiel
Bei einem Stromausfall in der ganzen Straße ruft ein Anwohner die Störungshotline des Netzbetreibers an, nicht seinen Stromanbieter.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Strom-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.