Lastgang
Kurzdefinition
Der Lastgang ist der zeitliche Verlauf des Stromverbrauchs, meist in Viertelstundenwerten erfasst.
Erklärung
Ein Lastgang zeigt, wann und wie viel Strom ein Haushalt oder Betrieb bezieht. Statt nur eines Gesamtwerts pro Jahr werden die Verbräuche in kurzen Intervallen gemessen, im Strommarkt üblicherweise je Viertelstunde. Daraus entsteht eine Kurve, die Spitzen, Grundlast und typische Tagesmuster sichtbar macht.
Bei Großkunden wird der Lastgang seit langem registriert und für die Abrechnung genutzt. Haushalte wurden dagegen meist über Standardlastprofile abgerechnet, die einen durchschnittlichen Verbrauchsverlauf unterstellen. Mit intelligenten Messsystemen wird die Erfassung echter Lastgänge auch bei Haushalten möglich.
Der Lastgang ist Grundlage für dynamische Stromtarife, weil nur so der Verbrauch den jeweiligen Börsenpreisen zugeordnet werden kann. Er hilft außerdem, Einsparpotenziale zu erkennen, etwa eine hohe nächtliche Grundlast, und den Eigenverbrauch von Solarstrom zu optimieren. Datenschutzregeln legen fest, wer auf diese Daten zugreifen darf.
Beispiel
Anhand des Lastgangs aus dem Smart Meter erkennt ein Haushalt, dass sein alter Gefrierschrank nachts für eine auffällig hohe Grundlast sorgt.