Balkonkraftwerk
Kurzdefinition
Ein Balkonkraftwerk ist eine kleine steckerfertige Photovoltaikanlage, die Solarstrom direkt in den Stromkreis einer Wohnung einspeist.
Erklärung
Balkonkraftwerke, auch Steckersolargeräte genannt, bestehen meist aus einem oder mehreren Solarmodulen und einem Wechselrichter. Sie werden am Balkon, an der Fassade, auf der Terrasse oder im Garten montiert. Der erzeugte Strom fließt über eine Steckdose oder eine spezielle Einspeisesteckdose in den Hausstromkreis und senkt den Strombezug aus dem Netz.
Mit dem Solarpaket I wurden die Regeln deutlich vereinfacht. Eine Anmeldung beim Netzbetreiber ist nicht mehr erforderlich, die Registrierung im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur genügt. Die zulässige Wechselrichterleistung wurde angehoben. Zudem gelten Steckersolargeräte im Miet- und Wohnungseigentumsrecht inzwischen als privilegierte Maßnahme, die Vermieter oder Eigentümergemeinschaften nur in begründeten Fällen ablehnen können.
Am wirtschaftlichsten ist ein Balkonkraftwerk, wenn möglichst viel des erzeugten Stroms direkt verbraucht wird, etwa durch Grundlast von Kühlschrank und Router. Überschüssiger Strom fließt meist ohne Vergütung ins Netz.
Beispiel
Ein Mieter installiert zwei Solarmodule am Balkongeländer und registriert die Anlage im Marktstammdatenregister.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Strom-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.