Ökostrom
Kurzdefinition
Ökostrom ist Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne, Wasserkraft oder Biomasse, dessen Herkunft über Herkunftsnachweise belegt wird.
Erklärung
Ökostrom stammt aus erneuerbaren Quellen. Physikalisch fließt in jedem Haushalt derselbe Strommix aus dem Netz, unabhängig vom gewählten Tarif. Ein Ökostromtarif bedeutet deshalb, dass der Lieferant für die Menge, die seine Kundschaft verbraucht, entsprechende Mengen Strom aus erneuerbaren Anlagen einkauft und dies über Herkunftsnachweise belegt.
Der Begriff Ökostrom ist gesetzlich nicht geschützt. Die Qualität der Angebote unterscheidet sich daher. Manche Tarife beruhen ausschließlich auf zugekauften Herkunftsnachweisen aus bestehenden Anlagen, häufig aus dem Ausland. Andere legen Wert darauf, dass Lieferanten in neue Anlagen investieren oder direkte Lieferverträge mit Erzeugern schließen.
Unabhängige Gütesiegel helfen bei der Orientierung, weil sie zusätzliche Kriterien wie Neuanlagenförderung oder Unabhängigkeit von Kohle- und Atomkonzernen prüfen. Ein Blick in die Stromkennzeichnung des Lieferanten zeigt außerdem, aus welchen Quellen sein Gesamtangebot stammt.
Beispiel
Eine Familie entscheidet sich für einen Ökostromtarif mit Gütesiegel, das einen Beitrag zum Bau neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen vorschreibt.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
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