Strommix
Kurzdefinition
Der Strommix beschreibt, aus welchen Energieträgern der Strom in einem Land, Netz oder im Angebot eines Lieferanten zusammengesetzt ist.
Erklärung
Der Begriff Strommix wird in zwei Zusammenhängen verwendet. Zum einen beschreibt er die Zusammensetzung der gesamten Stromerzeugung eines Landes, etwa die Anteile von Wind, Sonne, Biomasse, Wasserkraft, Erdgas und Kohle. Zum anderen bezeichnet er die Zusammensetzung des Stroms, den ein einzelner Lieferant an seine Kundschaft verkauft.
Der nationale Strommix verändert sich ständig, abhängig von Wetter, Tageszeit, Jahreszeit und Nachfrage. An windreichen und sonnigen Tagen steigt der Anteil erneuerbarer Energien deutlich. Über die Jahre hat sich der Mix in Deutschland stark in Richtung erneuerbarer Quellen verschoben, nachdem auch die Kernkraftwerke vom Netz gegangen sind.
Der Lieferantenmix wird über die Stromkennzeichnung offengelegt. Er basiert auf eingekauften Mengen und entwerteten Herkunftsnachweisen. Er kann sich deutlich vom nationalen Mix unterscheiden, etwa bei reinen Ökostromanbietern. Aus dem Mix ergeben sich auch die ausgewiesenen CO2-Emissionen und radioaktiven Abfälle.
Beispiel
Die Stromkennzeichnung auf der Rechnung zeigt, dass der Strommix des eigenen Lieferanten einen höheren Anteil erneuerbarer Energien hat als der Bundesdurchschnitt.
Quellen und Stand
Zuletzt geprüft: 2026-10-04
Recherche und Pflege: Redaktion Strom-Vergleichen.com. Fehler gefunden? Schreib uns, wir prüfen und korrigieren.